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Bei einem geplanten Hausbau oder Immobilienkauf stellt sich fast immer die Frage nach der geeigneten Finanzierung. Suchen Sie nach einem Immobiliendarlehen, in dem Sie die Darlehenssumme innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist vollständig an den Darlehensgeber zurückführen, ist ein Volltilgerdarlehen die optimale Lösung. Auf heim-und-immobilie.de erfahren Sie, was diese Art von Baudarlehen auszeichnet, für wen es geeignet ist und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind.

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Was ist das Volltilgerdarlehen?

Das  Volltilgerdarlehen spielt seine entscheidenden Vorteile darin aus, dass es nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist vollständig getilgt ist und für den Darlehensnehmer keine zusätzlichen Mühen und Risiken einer Anschlussfinanzierung oder Umschuldung entstehen. In einem Volltilgerdarlehen sind die Zinsen über die gesamte Laufzeit = Zinsbindungsfrist des Immobiliendarlehens festgeschrieben, sodass kein Zinsrisiko aufgrund steigender Zinsen zu befürchten ist. Die monatliche Kreditrate bleibt konstant und am Ende der Laufzeit ist das Darlehen vollständig zurückgezahlt. Ein Baudarlehen in Gestalt eines Volltilgerdarlehens verschafft dem Darlehensnehmer einen klaren Zeithorizont für dessen Rückzahlung und schenkt dem Darlehensnehmer eine hohe Planungssicherheit.

Besonderheiten des Volltilgerdarlehens kurz zusammengefasst

Sowohl beim klassischen Annuitätendarlehen als auch beim Volltilgerdarlehen profitieren Kreditnehmer von einer langfristigen Planbarkeit. Denn der Sollzins ist über die Dauer der Sollzinsbindung (Zinsbindungsfrist) festgeschrieben und die Höhe der Monatsrate bleibt gleich. Das Volltilgerdarlehen zielt aber zusätzlich darauf ab, dass am Ende der Sollzinsbindung (Zinsbindungsfrist) keine Restschuld mehr besteht und sich keine Anschlussfinanzierung mehr notwendig macht. In einem klassischen Immobiliendarlehen mit einem niedrigeren Tilgungssatz verbleibt nach Ablauf der Zinsbindungsfrist meist eine beachtliche Restschuld, die über eine Anschlussfinanzierung getilgt werden muss. In nicht seltenen Fällen wird dafür der abgelaufene Darlehensvertrag verlängert (Prolongation) und der Sollzinssatz an das aktuelle Zinsniveau angepasst. In einem Volltilgerdarlehen wird nur sehr selten die Möglichkeit für die Leistung von Sondertilgungen eingeräumt. Da der Rückzahlungszeitraum für das Darlehen mit der Zinsbindungsfrist bereits festgelegt ist, würden getätigte Sondertilgungen in einem Volltilgerdarlehen nicht die Rückzahlung des Darlehens beschleunigen, sondern vielmehr würde der Kreditgeber den Tilgungssatz für den Rest der Laufzeit verringern. 

Die Besonderheiten des Volltilgerdarlehens sind:
  • Die vollständige Tilgung des Darlehens erfolgt innerhalb der vereinbarten Sollzinsbindung (Zinsbindungsfrist). Ein Zeitraum zwischen 10 und 25 Jahren ist üblich.
  • Die Darlehenslaufzeit ist von Anfang an festgelegt und klar überschaubar. Daraus resultiert eine hohe Planungssicherheit.
  • Der Sollzinssatz ändert sich während dieser Zinsbindungsfrist nicht. Eine Zinserhöhung muss der Darlehensnehmer bis zur vollständigen Tilgung seines Immobiliendarlehens nicht befürchten. 
  • Aufgrund eines höheren Tilgungssatzes verkürzt sich die Laufzeit des Darlehens. Dadurch reduzieren sich die Zinszahlungen für den Darlehensnehmer erheblich.
  • Kreditgeber honorieren zudem einen höheren Tilgungssatz mit einem Zinsabschlag.
  • Jegliche Aufwände und Zinsrisiken für eine Anschlussfinanzierung entfallen.

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Unser Rechner für Ihr Volltilgerdarlehen

Als Alternative zum Volltilgerdarlehen, in dem Sie mit Ihren monatlichen Darlehensraten Zinsen bezahlen und die Darlehenssumme tilgen, können Sie in einem endfälligen Darlehen (Festdarlehen) über die vereinbarte Zinsbindungsfrist monatlich lediglich die anfallenden Zinsen zahlen. Die Darlehenssumme wird dann erst am Ende der Zinsbindungsfrist einmalig und vollständig fällig. Diese Art der Tilgung sollten Sie jedoch nur dann wählen, wenn Sie sicherstellen können, dass Ihnen der Geldbetrag zur Rückführung der Darlehenssumme am Ende der Zinsbindungsfrist tatsächlich zur Verfügung steht. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Auszahlung garantierter Versicherungssummen auslaufender Lebens- und privater Rentenversicherungen bevorstehen.

Mit unserem Rechner können Sie Ihr Volltilgerdarlehen berechnen. Sehr einfach lassen sich die Konditionen des Volltilgerdarlehens mit denen eines klassischen Immobiliendarlehens vergleichen, bei dem am Ende der Zinsbindungsfrist in der Regel eine relativ hohe Restschuld verbleibt.

Probieren Sie den Rechner und finden Sie selbst heraus, welches Darlehen für Sie das richtige ist.

Was spricht für und was gegen ein Volltilgerdarlehen?

Bei einem Vergleich verschiedener Baudarlehen wird klar, dass jedes Hausdarlehen seine Vor- und Nachteile für den Kreditnehmer hat. 

Volltilgerdarlehen: Das sind die Pluspunkte

  • Planungssicherheit
    Sie wissen genau, dass Sie nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist Ihr aufgenommenes Immobiliendarlehen in Gestalt eines Volltilgerdarlehens vollständig zurückgezahlt haben werden und sich keine Anschlussfinanzierung notwendig machen wird. Sie kennen also die Laufzeit Ihres Immobiliendarlehens von Beginn an. Über die gesamte Laufzeit des Volltilgerdarlehens gleichbleibende monatliche Darlehensraten verschaffen eine zusätzliche Planungssicherheit.
     
  • Zinsnachlass
    Der höhere Tilgungssatz in einem Volltilgerdarlehen sorgt für eine insgesamt kürzere Vertragslaufzeit und dadurch für eine deutlich niedrigere Zinsbelastung. Zudem belohnen Kreditgeber einen höheren Tilgungssatz oft mit Zinsnachlässen.
     
  • Anschlussfinanzierung unnötig
    Mit einem Volltilgerdarlehen tilgen Sie Ihre Darlehensschuld innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist vollständig. So entfallen zusätzliche Aufwände für die Organisation einer Anschlussfinanzierung und Sie entgehen dem möglichen Risiko steigender Zinsen.
     
  • Zinsbindung
    Der Sollzinssatz für das Volltilgerdarlehen bleibt über die gesamte Laufzeit der Zinsbindungsfrist (Sollzinsbindung) gleich. Sie haben also während der gesamten Tilgungsdauer kein Zinsrisiko, auch wenn zwischenzeitlich das allgemeine Zinsniveau wieder steigt. Nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist werden Sie Ihr Immobiliendarlehen vollständig an den Kreditgeber zurückgeführt haben, sodass für Sie keine weiteren Risiken mehr bestehen. 

Volltilgerdarlehen: Das spricht dagegen

  • Höhere finanzielle Belastung pro Monat
    Das Volltilgerdarlehen sieht vor, dass innerhalb der vereinbarten Sollzinsbindung (Zinsbindungsfrist) die Darlehensschuld vollständig beglichen sein wird. Je nach der gewählten Dauer der Zinsbindungsfrist und der Höhe des Sollzinssatzes gestaltet sich die Höhe des Tilgungssatzes.
    Insgesamt fällt der Tilgungssatz in einem Volltilgerdarlehen deutlich höher aus als in einem klassischen Immobiliendarlehen, indem Tilgungssätze eher zwischen zwei und 3 % p. a. (pro Jahr) vereinbart werden. Das bedeutet für den Darlehensnehmer eines Volltilgerdarlehens eine deutlich höhere finanzielle Belastung pro Monat.

In nachstehender Tabelle verdeutlichen wir Ihnen beispielhaft, wie sich der Tilgungssatz bei einem Sollzinssatz von 1,50 % p. a. und der unterschiedlich langen Zinsbindungsfristen darstellt. Der Tilgungssatz p. a. bezieht sich immer auf die Darlehenssumme.

Sollzinssatz p. a. Zinsbindungsfrist Tilgungssatz p. a.
1,50 % 5 Jahre ca. 19,3 %
1,50 % 10 Jahre ca. 9,3 %
1,50 % 15 Jahre ca. 6,0 %
1,50 % 20 Jahre ca. 4,3 %

Beträgt die Darlehenssumme beispielsweise 100.000 Euro und wollen Sie diese innerhalb der Zinsbindungsfrist von 15 Jahren tilgen, müssen Sie bei einem anfänglichen Tilgungssatz in Höhe von 6,0 % im ersten Jahr 6.000 Euro der Darlehensschuld tilgen. Das entspricht einer Tilgungsrate im ersten Jahr von 500 Euro pro Monat. 

Hinzu kommen im ersten Jahr 1,5% anfängliche Sollzinsen, also 1.500 Euro, das entspricht einer monatlichen Zinsbelastung in Höhe von 125 Euro.

Die monatliche Darlehensrate für Tilgung und Zins beträgt in diesem Beispiel also insgesamt 625 Euro. 

Da sich aufgrund Ihrer Tilgungsleistungen die Restschuld im Darlehensverlauf immer weiter reduziert, werden die monatlichen Zinsanteile innerhalb Ihrer Darlehensrate geringer und die Tilgungsanteile steigen entsprechend. Die Darlehensrate bleibt aber über die gesamte Zinsbindungsfrist konstant.

Die prozentual höheren Tilgungssätze im Volltilgerdarlehen führen dazu, dass Sie am Ende der gewählten Zinsbindungsfrist keine Restschuld mehr haben. 

  • Weniger Flexibilität
    Sondertilgungen, Änderungen der Tilgungsrate oder auch Tilgungspausen sind bei einem Volltilgerdarlehen meist nicht oder nur in Ausnahmen möglich. Das Darlehen wäre durch den Darlehensnehmer bei einer vereinbarten Zinsbindungsfrist größer 10 Jahre ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung trotzdem kündbar, wenn seit der vollständigen Auszahlung der Darlehenssumme mehr als 10 Jahre vergangen sind. Die Darlehenssumme muss zum Beendigungstermin dem Darlehensgeber vollständig zurückgeführt worden sein. Ein solcher Fall kann für den Darlehensnehmer infrage kommen, wenn sich das Zinsniveau verringert hat und aus diesem Grund eine Umschuldung sinnvoll erscheint.

Zusammengefasst

Die Pluspunkte des Volltilgerdarlehens überwiegen. Die optimale Planbarkeit der Tilgungsdauer innerhalb der Sollzinsbindung (Zinsbindungsfrist), ausbleibende Zinsrisiken, vom Kreditgeber gewährte Zinsnachlässe und eine insgesamt deutlich geringere Zinsbelastung spielen die Vorteile aus. Allerdings müssen die Darlehensnehmer eines Volltilgerdarlehens mit einer höheren monatlichen Belastung aufgrund des höheren Tilgungssatzes leben können.

Haben Sie ein sicheres und entsprechend hohes Einkommen und wollen Sie sich höhere Darlehensraten langfristig leisten, profitieren Sie von dieser Darlehensvariante mehr als von einem klassischen Immobiliendarlehen.

Sie haben Fragen rund um die Bau-/Immobilienfinanzierung?

Kontaktieren Sie unser Expertenteam ganz einfach sofort per Telefon, E-Mail oder (Video-)chat oder vereinbaren einen Wunschtermin.

Vergleich Volltilgerdarlehen versus klassisches Immobiliendarlehen

Zur Veranschaulichung der Kosten für ein Volltilgerdarlehen im Vergleich zu einem klassischen Immobiliendarlehen nehmen wir ein Rechenbeispiel vor. Sehen Sie selbst, wie sich die Zahlen zueinander verhalten:

  Volltilgerdarlehen Klassisches Immobiliendarlehen
Darlehenssumme 350.000 € 350.000 €
Zinsbindungsfrist 20 Jahre 20 Jahre
Sollzins 1,10 % p. a. 1,15 % p. a.
Tilgungssatz 4,473 % 2,00 %
Monatsrate 1.625,46 € 918,75 €
Restschuld 0 € 192.675,71 €
Zinskosten nach 20 Jahren 40.065,57 € 63.175,71 €

Die um mehr als 500 Euro höhere monatliche Rate im Volltilgerdarlehen sorgt für eine vollständige Entschuldung und eine um 23.110,14 Euro niedrigere Zinsbelastung innerhalb der Zinsbindungsfrist von 20 Jahren im Vergleich zum klassischen Immobiliendarlehen. 

Die Restschuld im klassischen Immobiliendarlehen beträgt nach 20 Jahren noch stolze 192.675,71 Euro. Unterstellt man trotz des Risikos steigender Zinsen auch nach Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist wieder den Sollzinssatz in Höhe von 1,15 % p. a. würden bis zur vollständigen Entschuldung insgesamt 85.701,36 Euro Zinskosten anfallen und 39 Jahre und 7 Monate vergehen. 

Hier Volltilgerdarlehen oder klassisches Immobiliendarlehen berechnen.

Häufige Fragen und Antworten kurz erklärt

Uns erreichen immer wieder verschiedene Fragen zum Volltilgerdarlehen, die wir Ihnen gern beantworten. 

Ein Volltilgerdarlehen eignet sich für Kreditnehmer, die für die Dauer der Zinsbindungsfrist imstande sind, höhere monatliche Darlehensraten zu zahlen. Aufgrund des erhöhten Tilgungssatzes verkürzt sich die Rückzahlungsdauer erheblich und die Zinsbelastung fällt insgesamt deutlich niedriger aus. So fällt der Zinsvergleich dieses Baudarlehens deutlich günstiger aus als bei einem klassischen Immobiliendarlehen.

Nein, das ist nicht vorgesehen. Dies liegt darin begründet, dass Sie mit einem Volltilgerdarlehen Ihre Immobilie in einer einzigen Finanzierungsrunde während der vereinbarten Zinsbindungsfrist abzahlen. Eine Anschlussfinanzierung macht sich nicht wie bei einem klassischen Baudarlehen notwendig.

Ja. Im Anschluss an eine klassische Immobilienfinanzierung, deren Zinsbindungsfrist abgelaufen ist, können Sie zur Tilgung der offenen Restschuld auch ein Volltilgerdarlehen vereinbaren. Eine denkbare weitere Anschlussfinanzierung und ein damit verbundenes zusätzliches Zinsrisiko würden dann entfallen.

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