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Wie berechnen sich die Darlehenszinsen?

Bei der Inanspruchnahme einer Geldleihe von einer Bank fällt bei der Rückzahlung ein Aufschlag an, die sogenannten Darlehenszinsen. Mit diesen sichert sich der Kreditgeber gegen das finanzielle Risiko beim Verleih von Geld ab. Zudem dienen Zinsen als Prämie für vorübergehend nicht verfügbares Kapital sowie als Inflationsausgleich, da das geliehene Geld nach Rückerhalt nicht mehr dieselbe Kaufkraft aufweist.

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So ist sie grundsätzlich vom aktuellen Marktniveau abhängig. Zudem richtet sie sich individuell nach der Darlehenssumme, die Sie beantragen wollen und der Laufzeit des Vertrages. Hohe Darlehen sind mit einem größeren Risiko für den Kreditgeber verbunden, und umso länger Laufzeiten sind, umso später erhält er sein Geld zurück – beides wirkt sich negativ auf den Zinssatz aus. Auch die Bonität des Kreditnehmers, die Wahrscheinlichkeit, dass das Darlehen wie vereinbart zurückgezahlt wird, nimmt Einfluss auf die Darlehenszinsen. So verschlechtern ein niedriges Einkommen, bereits laufende Geldleihen und Belege von Zahlungsversäumnissen aus der Vergangenheit (z. B. SCHUFA-Auskunft) die Konditionen eines Darlehens. Nicht zuletzt spielt der Verwendungszweck eine Rolle: zweckgebundene Darlehen wie Immobilienfinanzierungen oder Autokredite weisen für gewöhnlich niedrigere Darlehenszinsen auf als solche, die frei verfügbar sind.

Die aktuelle Entwicklung von Darlehenszinsen können Sie online schnell über diverse Tabellen und Charts nachvollziehen. In den letzten Jahren sind sie stetig gesunken, seit Anfang 2021 ist jedoch wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Aus diesem Grund lohnt es sich gerade jetzt, einen Kredit mit Zinsbindung aufzunehmen, um sich die günstigen Zinsen über die nächsten Jahre zu sichern. Hierbei ist es jedoch wichtig, vorher einen Vergleich der Darlehenszinsen und von weiteren Konditionen (z.B. der Möglichkeit für Sondertilgungen) durchzuführen. So finden Sie durch einen Kreditvergleich eine Finanzierung, die zu Ihrer momentanen finanziellen Situation passt.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie zudem Ihre Darlehenszinsen in Ihrer Steuererklärung aufführen. Wo Sie sie eintragen, hängt von der Art des Kredits ab. Verkaufen oder vermieten Sie eine Immobilie, so können Sie die Zinsen der Geldleihe als Werbungskosten geltend machen, sofern über den Kredit die Verkaufs- oder Mieteinnahmen sichergestellt werden. Dies ist etwa der Fall, wenn er für Reparatur- oder Sanierungsarbeiten aufgenommen wurde. Bei einem Autokredit verhält es sich ebenso. Benötigen Sie das Fahrzeug, um Einnahmen zu erzielen, zum Beispiel als Selbstständiger oder Freiberufler im Außendienst, so dürfen Sie die Darlehenszinsen ebenfalls steuerlich absetzen. Die Zinsen für Privatkredite für eine Zweitwohnung lassen sich steuerlich geltend machen, wenn Sie das Darlehen zur Zahlung für Umzug, Miete, Renovierung oder Maklerprovision nutzen.

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