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Die Energiewende ist bei der Stromversorgung bereits weit vorangeschritten, mittlerweile werden 42 % des elektrischen Stroms regenerativ produziert. Da auf diese Weise keine Kosten für fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas anfallen, sollte der Strom für die Verbraucher eigentlich günstiger werden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kostete eine Kilowattstunde (kWh) Strom im Januar 2022 im Schnitt 36,19 Cent (bei einer Abnahmemenge von 3.500 kWh pro Jahr). Schon bis April 2022 stiegen die Strompreise für Haushaltsstrom auch wegen des Ukraine-Krieges auf über 46 Cent pro kWh. Im November 2022 lagen die Preise für Neukunden bei ca. 57 Cent pro kWh. Die vollständige Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 sowie die bis zum 31.03.2024 zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer für Strom auf 7 % konnten die massiven Strompreissteigerungen nicht vollständig abfedern. Lesen Sie mehr auf heim-und-immobilie.de und erfahren Sie, wie Sie durch den hier angebotenen Vergleich der Strompreise jährlich bis zu mehreren Hundert Euro sparen können.

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Strompreisentwicklung in Deutschland

Die Entwicklung der Strompreise für Verbraucher kennt seit Jahren nur eine Richtung: aufwärts. Das liegt vermeintlich auch an der EEG-Umlage, mit der der Staat den Ausbau regenerativer Energien wie Solar- und Wasserkraft vorantreiben wollte. Wie eine Untersuchung von Wissenschaftlern an der Universität Erlangen-Nürnberg zeigt, hat der Ausbau der Produktion von Ökostrom die Handelspreise für Energie wirksam gesenkt. Da sich Strom aus Sonne, Wasser und nachwachsenden Rohstoffen günstiger produzieren lässt als aus fossilen Energieträgern, sanken die Strompreise an der Börse zwischen 2011 und 2018 um rund 3 %. Ohne den Zuwachs an regenerativen Energiequellen wäre der Preis bereits 2018 auf rund 39 Cent geklettert, ergab die Analyse des Teams.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gibt für das Jahr 2021 einen durchschnittlichen Strompreis von 32,63 Cent pro Kilowattstunde an (bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh). Bis November 2022 erhöhte sich der Kilowattstundenpreis für Haushaltsstrom insbesondere durch die hohen Erzeugerpreise und durch den Krieg in der Ukraine bereits auf über 57 Cent. Die nachstehende beispielhafte Aufstellung zeigt Ihnen, wie sich der Strompreis je Kilowattstunde (kWh) grundlegend zusammensetzt. Erkennbar ist auch, dass die staatlichen Umlagen sowie die Steuern einen insgesamt hohen Anteil am Strompreis einnehmen.
 

Zusammensetzung des Strompreises 2023
 Cent / kWhAnteil
Kosten für die Stromerzeugung, Vertrieb und Marge40,75071,49 %
Netznutzungsentgelt9,00015,79 %
Konzessionsabgabe für Sondervertragskunden0,1100,19 %
Entgelt für Messung und Messstellenbetrieb0,5000,88 %
EEG-Umlage, seit 1.7.22 eingestellt0,0000,0 %
Umlage Offshore-Netz0,4190,74 %
Umlage für abschaltbare Lasten0,0030,01 %
Umlage nach KWKG0,3780,66 %
Umlage nach §19 StromNEV0,4370,77 %
Stromsteuer2,0503,60 %
Umsatzsteuer (bis 31.03.2024 von 19% auf 7 % reduziert)3,3535,88 %
Gesamt57,000100,0 %

Stand: November 2022

Eine Umkehr dieser rasanten Preisentwicklung ist nicht in Sicht. Dabei sollte der Strompreis durch den Ausbau der erneuerbaren Energien eigentlich sinken. Auch mit dem Entfall der EEG-Umlage seit 1. Juli 2022 bleiben die Mehrbelastungen für deutsche Haushalte enorm.

Genau aus diesem Grund ist es für Verbraucher jetzt um so wichtiger, mindestens einmal jährlich einen Strompreisvergleich durchzuführen und den Stromtarif zu wechseln, sofern ein günstigeres Angebot verfügbar ist.

Strompreis in Deutschland steigt weiter

Wenngleich der Wegfall der EEG-Umlage inklusive des Umsatzsteueranteils bei den Verbrauchern für eine Entlastung von 4,43 Cent je kWh sorgt, ist trotz der bis zum 31.03.2024 für Strom auf 7% reduzierten Mehrwertsteuer zu erwarten, dass die Strompreise insgesamt weiter steigen. Dabei tragen verschiedene Faktoren zu einer deutlichen Erhöhung der Einkaufspreise für Strom bei:

  • Die steigende Nachfrage
    Seitdem sich die Wirtschaft von der Corona-Pandemie erholt, steigt der Stromverbrauch wieder an. Aufgrund der höheren Nachfrage verteuert sich der Strompreis deutlich.
  • Teure Stromerzeugung
    In den Wintermonaten steht weniger Solarstrom zur Verfügung, die Stromerzeuger gleichen den fehlenden Strom mit Kohle- und Gaskraftwerken aus. Allerdings sind auch die Preise für die fossilen Brennstoffe, insbesondere für Erdgas, drastisch angestiegen. Die deswegen verteuerten Erzeugerpreise treiben die Strompreise für die Endverbraucher in die Höhe.
  • Emissionszertifikate
    30 Euro fallen im Jahr 2022 pro Tonne Kohlendioxid an, die bei der Stromerzeugung entsteht. Im Jahr 2023 wird sich dieser Preis auf 35 Euro erhöhen. Auch diese Kosten finden sich im Strompreis wieder. Grüner Strom ist davon nicht betroffen.
  • Steigende Netzentgelte
    In Deutschland sind zum Jahresbeginn 2022 die Netzentgelte durchschnittlich um 4 Prozent gestiegen. Im Oktober 2022 wurden die ab Januar 2023 gültigen Netzentgelte veröffentlicht. Demnach erhöhen sich diese im bundesweiten Durchschnitt deutlich um ca. 20 Prozent. Die Netzentgelte sind durch den Netznutzer an den jeweiligen Netzbetreiber zu bezahlen. Das Netzentgelt ist Bestandteil des Strompreises und schlägt sich beim Endverbraucher in der Stromabrechnung im Grundpreis und im Arbeitspreis nieder. Es wird für den Betrieb, die Instandhaltung und den weiteren Ausbau der Stromnetze verwendet.
  • Hohe Einkaufspreise
    Im Stromeinkauf richtet sich der Strompreis meist nach dem Börsenstrompreis an der Strombörse EEX in Leipzig. Die Preise für notwendig werdende kurzfristige Zukäufe haben sich teilweise vervierfacht. Stromversorgern bleibt nichts anderes übrig, als diese hohen Kosten an die Kunden weiterzugeben.
  • Weniger Wettbewerb
    Die hohen Strompreise verringern den Spielraum der Stromanbieter deutlich. Zahlreiche Stromdiscounter konnten ihre Lieferverträge nicht mehr einhalten und mussten die Belieferung stoppen. Einige von ihnen mussten sogar Insolvenz anmelden und sind nun aus dem Wettbewerb ausgeschieden. An deren Stellen treten dann zunächst die Grundversorger, oft mit erheblich teureren Strompreisen.

Aktueller Strompreis durch Vergleich sparen

Aktuell sind Endverbraucher stark gestiegenen Strompreisen ausgesetzt. Die nachstehende Übersicht zeigt Ihnen, wie der Preis je Kilowattstunde (kWh) in den verschiedenen Regionen und über die zahlreichen Stromanbieter immer weiter auseinander geht.
 

Strompreis pro kWh
 Personenanzahl
im Haushalt
Stromverbrauch
in kWh
Billigster Preis
Cent je kWh
Teuerster Preis
Cent je kWh
20095 Hamburg11.500G 33,29112,39
22.500G 33,2983,63
33.500G 33,2983,63
44.250G 33,2983,63
10115 Berlin11.500G 33,12109,01
22.500G 33,1281,18
33.500G 33,1281,18
44.250G 33,1281,18
04109 Leipzig11.500 G 52,12107,72
22.500G 52,1280,19
33.500G 52,1280,19
44.250G 52,1280,19
44135 Dortmund11.500G 39,83108,15
22.500G 39,8380,05
33.500G 39,8380,05
44.250G 39,8380,05
60310 Frankfurt a. M.11.500G 28,18109,45
22.500G 28,1879,93
33.500G 28,1882,10
44.250G 28,1882,10
80333 München11.50061,39108,15
22.50056,42105,98
33.50054,8979,93
44.25054,8979,93

Stand November 2022; Tarife mit Zusatz "G" = Grundversorgungstarife

Obwohl sich die Anzahl der Stromanbieter aufgrund der explodierenden Energiepreise verringert hat, lohnt es sich aufgrund der enormen Preisdynamik mindestens einmal jährlich die Strompreise zu vergleichen. Denn der Strompreis in Deutschland fällt regional und je nach Tarifmodell sehr unterschiedlich aus. Sofern Sie sich bislang nicht aktiv für einen Stromanbieter und einen Tarif entschieden haben, beziehen Sie Ihren Strom aus der sogenannten Grundversorgung. Stromlieferant sind dann meist die örtlichen Stadtwerke. Mit der Grundversorgung sind Sie zwar besonders flexibel, allerdings lag der Strompreis pro kWh in der Vergangenheit oft über den Tarifen alternativer Anbieter. In einigen Städten sind die Tarife der Grundversorger aber inzwischen teilweise auch deutlich günstiger als die von einigen anderen Anbietern. So fallen z.B. in den Städten Frankfurt, Berlin und Hamburg die Strompreise pro kWh in der Grundversorgung vergleichsweise niedrig aus (Stand November 2022).

Um zu erfahren, ob Sie bereits aktuell bei einem günstigen Stromanbieter sind oder durch einen Wechsel bares Geld einsparen können, ist es sinnvoll, den Stromrechner auf heim-und-immobilie.de zu nutzen. Mit nur 3 Angaben gelangen Sie in wenigen Sekunden zur Ergebnisliste und können Ihren bisherigen Anbieter mit oftmals günstigeren Versorgern vergleichen. Haben Sie sich für einen neuen Tarif entschieden, können Sie Ihren neuen Stromvertrag direkt online abschließen. Der neue Stromanbieter kümmert sich um den Rest. Behalten Sie aber auch künftig die Strompreisentwicklung in Deutschland im Blick, damit Sie immer wieder von niedrigeren Strompreisen profitieren können.

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Strompreisgarantie: 12 bis 24 Monate Planbarkeit

Wenn Sie die Strompreise vergleichen, achten Sie auch auf die Art sowie die Dauer der Preisgarantie, die der jeweilige Stromanbieter gewährt. In der Regel ist eine Preisgarantie von 12 oder 24 Monaten möglich. Manche Preisgarantien schließen neben allen Strompreisbestandteilen auch die vorhandene Mehrwertsteuer ein. Andere Tarife berücksichtigen in der Preisgarantie dagegen die staatlichen Umlagen und Steuern nicht. In diesen Fällen könnte es also auch im Zeitraum der vereinbarten Strompreisgarantie zu Preisänderungen kommen. Zum Beispiel dann, wenn die Netznutzungsgebühren steigen.

Strompreisentwicklung: Die Schere ist riesig

Während Kunden mit einem älteren Vertrag Strompreise von etwas mehr als 30 Cent pro kWh bezahlen, kann es sein, dass andere Verbraucher schon über einen Euro für eine kWh bezahlen. Denn viele Stromanbieter splitten die Strompreise in Tarife für Bestands- und für Neukunden auf. Eine Trendwende zeichnet sich in der Preisentwicklung nicht ab, sodass davon ausgegangen werden muss, dass die Strom- und Energiepreise noch weiter ansteigen werden.

Falls auch Sie zu den Verbrauchern gehören, die unter hohen Stromkosten leiden, nutzen Sie den kostenlosen Stromtarif-Vergleich auf heim-und-immobilie.de. Entdecken Sie dabei ein Einsparpotenzial von bis zu 500 Euro pro Jahr.

Günstige Ökostrompreise

Wollen Sie etwas für die Umwelt und das Klima tun, können Sie sich im Tarifvergleich ausschließlich Ökostrom-Tarife anzeigen lassen. In der Tarifübersicht werden Sie feststellen können, dass die Ökostrompreise oft günstiger ausfallen als die der konventionellen Stromerzeugung. Schon aus diesem Grund ist es von Vorteil, einen Stromvergleich durchzuführen und sich für einen Ökostromtarif zu entscheiden.

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Häufige Fragen und Antworten kurz erklärt

Ein Großteil des Strompreises entfällt auf staatlich festgesetzte Umlagen und Steuern. Die Netzentgelte werden in ihrer maximal möglichen Höhe durch die Beschlusskammer der Bundesnetzagentur reguliert und können sich so nicht frei im Wettbewerb entwickeln. Innerhalb dieser regulierten Erlösobergrenzen kalkulieren die Netzbetreiber das entsprechende Netzentgelt. Das Netzentgelt ist von jedem Netznutzer über den Stromanbieter an den jeweiligen Netzbetreiber zu entrichten. An diesen Umlagen verdienen die Stromanbieter nichts. Lediglich auf den eingekauften Strom kann eine Gewinnmarge kalkuliert werden. Die verschiedenen Stromanbieter entscheiden eigenverantwortlich, wie sie ihre Margen und somit die aktuellen Strompreise pro kWh gestalten. Staatlich veranlasste Bestandteile des Strompreises, wie Steuern, Umlagen und Abgaben nehmen einen erheblichen Anteil vom Strompreis ein und werden vom Gesetzgeber festgelegt. Sie als Endkunde haben die Wahlfreiheit und können sich Ihren Energieversorger aussuchen. Mit einem Strompreisvergleich, wie mit dem Vergleichsrechner auf heim-und-immobilie.de, finden Sie einen günstigen Anbieter in Ihrer Region.

Der Betrieb, die Instandhaltung und der Ausbau der Leitungen für die Energieversorgung kosten Geld. Bei Haushaltskunden fließen die Abgaben für den Netzbetrieb in die Strompreise mit ein. Die Versorger leiten das Entgelt an den jeweiligen Netzbetreiber weiter. Da es regional verschiedene Netzbetreiber gibt und diese das Netzentgelt unterschiedlich kalkulieren, fallen die Netzentgelte in den Regionen unterschiedlich hoch aus. Die Erlösobergrenzen für die Netzbetreiber werden dabei von der Bundesnetzagentur oder einer Landesregulierungsbehörde festgelegt.

Falls Sie Ihr Haus mithilfe einer Wärmepumpe beheizen, hilft ein günstiger Strompreis, die Betriebskosten niedrig zu halten. Einige Energieversorger bieten spezielle Heizstromtarife für Wärmepumpenstrom an, deren Preise unter denen für normalen Haushaltsstrom liegen. In diesem Fall benötigen Sie einen separaten Stromzähler für Ihre Wärmepumpe.

Je nachdem, ob und wann Sie Ihren Stromanbieter schon einmal gewechselt haben und aus welchem Stromtarif Sie Ihren Strom beziehen, kann ein schnellstmöglicher Tarifwechsel sinnvoll sein.

Ziel des Wechsels soll eine spürbare Stromkostenersparnis am besten mit einer vereinbarten Strompreisgarantie sein. In jedem Fall lohnt sich der Vergleich, denn die rasante Verteuerung des Strompreises stellt sich über die vielen verschiedenen Stromanbieter und Stromtarife sehr unterschiedlich dar. Auch, wenn wir uns generell nicht den steigenden Stromkosten entziehen können, haben wir die Möglichkeit, mindestens einmal jährlich die Strompreise zu prüfen. Ergeben sich Einsparpotenziale, dann ist der Wechsel des Stromanbieters sinnvoll.

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