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Ein Tilgungsdarlehen zeichnet sich dadurch aus, dass Sie vor Vertrags- bzw. Rückzahlungsbeginn eine bestimmte Tilgungsleistung vereinbaren, die sich während der gesamten Laufzeit nicht ändert. Da sich während der Rückzahlung die anfallenden Zinsen mit fallender Restschuld verringern, sinkt auch die zu zahlende Monatsrate kontinuierlich. heim-und-immobilie.de erklärt Ihnen, wie ein Tilgungsdarlehen genau funktioniert und wie es sich von anderen Darlehensformen unterscheidet.

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Definition Tilgungsdarlehen: Wie funktioniert der Kredit?

Bei einem Tilgungsdarlehen, umgangssprachlich auch Abzahlungsdarlehen genannt, nehmen Sie eine Geldleihe auf und legen bereits zum Vertragsabschluss eine jährliche prozentuale Tilgung fest. Diese bleibt über die gesamte Laufzeit konstant. Die Zinsen sind hierbei jedoch noch nicht mit eingerechnet, sondern kommen je nach zum jeweiligen Zeitpunkt bestehender Restschuld hinzu. Sie begleichen mit Ihren Zahlungen also sowohl den Tilgungsanteil als auch die Zinsen.

Aus diesem Grund zahlen Sie bei einem Tilgungsdarlehen keine „feste“ Monatsrate. Diese verringert sich mit jeder getätigten Rückzahlung, denn während sich der Tilgungsanteil nicht ändert, sinkt der Zinsanteil aufgrund der ständig fallenden Restschuld. Folglich sind die Ratenzahlungen zu Beginn der Kreditlaufzeit recht hoch, da noch ein großer Betrag offen ist, gegen Ende der Laufzeit zahlen Sie jedoch fast nur noch die festgelegte Tilgung.

Beispielrechnung für ein Tilgungsdarlehen

Ein Rechenbeispiel soll verdeutlichen, wie ein Tilgungsdarlehen genau funktioniert. Unser fiktiver Kreditnehmer nimmt bei einer Bank eine Baufinanzierung über 150.000 Euro auf, welche mit einem Effektivzins von zwei Prozent pro Jahr verzinst wird. Da der Kreditnehmer das Darlehen in 25 Jahren zurückzahlen möchte, entscheidet er sich für eine Tilgungsrate von vier Prozent jährlich, dies entspricht 6.000 Euro pro Jahr bzw. 500 Euro monatlich.

Die erste Monatsrate des Beispiel-Kreditnehmers beträgt 747,74 Euro (Zinsanteil: 247,74 Euro), da noch die gesamte Restschuld offen ist. Mit kontinuierlichem Tilgen der ausstehenden Summe verringert sie sich jedoch stetig. So sind zu Beginn des dritten Jahres nur noch 727,92 Euro zu leisten, ab dem fünften Jahr bzw. 49. Monat beläuft sich die Monatsrate auf 708,10 Euro. Nach 20 Jahren Laufzeit zahlt unser Kreditnehmer lediglich 549,55 Euro im Monat, auf die letzte Rate in Höhe von 500,83 Euro fallen schließlich nur 83 Cent Zinsen an. Diese Tabelle zeigt den Verlauf der kontinuierlichen Tilgung, bis die Restschuld des Darlehens nach 25 Jahren Laufzeit vollständig zurückgezahlt ist.

Jahr Schuldenstand Vorjahr Monatliche Kreditrate Davon Zinsen / Gebühren monatlich Davon Tilgung (Tilgungsrate 4 %) Restschuld
1 150.000 € 747, 74 € 247,74 € 6.000 € 144.000 €
3 138.000 € 727,92 € 227,92 € 6.000 € 132.000 €
5 126.000 € 708,10 € 208,10 € 6.000 € 120.000 €
20 30.000 € 549,55 € 49,55 € 6.000 € 24.000 €
25 6.000 € 500,83 € 0,83 € 6.000 € 0 €

Welche Zahlungszeiträume sind bei einem Tilgungsdarlehen üblich?

Wie bei den meisten Darlehen ist auch bei einem Tilgungsdarlehen eine monatliche Rückzahlung die gängige Praxis. Sie können jedoch bei einigen Banken auch eine viertel-, halb-, oder ganzjährliche Zahlung vereinbaren. Welches Zahlungsintervall Sie letztendlich wählen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen sowie dem Angebot des von Ihnen ausgewählten Kreditinstituts ab.

Bedenken Sie jedoch, dass sich die Art bzw. Häufigkeit der Rückzahlung auf die Gesamtkosten des Darlehens auswirkt, da sich die Restschuld unterschiedlich verändert. In unserem oben genannten Beispiel kommt der fiktive Kreditnehmer bei der monatlichen Tilgung seiner Baufinanzierung auf einen Gesamtaufwand von 187.284,45 Euro. Leistet er die Rückzahlungen nur vierteljährlich, so muss er 37.532,19 Euro an Zinszahlungen leisten, das Darlehen wird also insgesamt etwa 250 Euro teurer. Legt er hingegen ein jährliches Tilgungsintervall fest, so belaufen sich die Gesamtkosten sogar auf 188.647,00 Euro, die Finanzierung kostet ihn also gut 1.350 Euro mehr. Wägen Sie daher gut ab, ob längere Intervalle bei der Rückzahlung diesen Mehraufwand wert sind.

Tilgungsdarlehen oder Annuitätendarlehen: Was sind die Unterschiede?

Bei einem Tilgungsdarlehen ändert sich der Tilgungsanteil über die gesamte Laufzeit nicht, die Monatsrate jedoch schon, da der Zinsanteil mit jeder Rückzahlung sinkt. Bei einem klassischen Annuitätendarlehen – heutzutage die beliebteste und verbreitetste Darlehensform – bleibt die monatliche Rate hingegen über die gesamte Laufzeit konstant. Hier „verschieben“ sich der Tilgungs- und der Zinsanteil innerhalb der Rate, so dass Sie zu Beginn mit Ihrer Rückzahlung überwiegend Zinsen begleichen. Mit fallender Restschuld wächst jedoch der Tilgungsanteil innerhalb der Rate, ohne dass sich die monatliche finanzielle Gesamtbelastung ändert.

Der größte Vorteil eines Tilgungsdarlehens besteht darin, dass die Restschuld und somit auch die zu zahlenden Zinsbeträge bei angemessener Tilgungsrate schneller sinken. Somit ergibt sich in der Regel ein geringerer Gesamtaufwand. Zum Vergleich: Ein Annuitätendarlehen über 150.000 Euro bei einem Effektivzins von zwei Prozent und einer Laufzeit von 25 Jahren würde insgesamt 190.338,12 Euro kosten, über 3.000 Euro mehr als das Tilgungsdarlehen in unserem Beispiel. Legen Sie also von vornherein eine hohe prozentuale Tilgung fest, so können Sie bei der Rückzahlung des Kredits viel Geld sparen.

Allerdings ist diese Ersparnis mit einer höheren finanziellen Belastung zum Vertragsbeginn verbunden. Die Monatsraten in unserem Beispiel liegen in den ersten vier Jahren über 700 Euro, zu Anfang sogar bei rund 750 Euro. Auf das vergleichbare Annuitätendarlehen fallen jedoch konstant 634,46 Euro monatlich an – diese Ratenhöhe wird beim Tilgungsdarlehen erst Mitte des zwölften Jahres (nach 138 Monaten) unterschritten. Aus diesem Grund stellen Banken bei Vergabe eines Tilgungsdarlehens auch höhere Anforderungen an Ihre Bonität. Wählen Sie hingegen eine geringere Tilgungsrate, so verlängert sich die Laufzeit, wodurch die Gesamtkosten ansteigen und jene eines Annuitätendarlehens womöglich überschreiten. Zudem bieten Tilgungsdarlehen selten die Möglichkeit, kostenfreie Sondertilgungen zu leisten. Somit ist ein Tilgungsdarlehen insgesamt unflexibler. Nicht zuletzt ist das Annuitätendarlehen bei der Kreditvergabe heutiger Standard, Tilgungsdarlehen werden hingegen nicht von allen Banken angeboten und richten sich in der Regel auch seltener an Privatkunden.

Wann ist ein Tilgungsdarlehen sinnvoll?

Aufgrund der konstant bleibenden Raten und der besseren Planbarkeit haben sich Annuitätendarlehen bei der Finanzierung von Wertobjekten (Immobilien, Fahrzeuge usw.) durchgesetzt. Ein Annuitätendarlehen, das von der verfügbaren Liquidität ausgeht, stellt meist die bessere Alternative zu einem Tilgungsdarlehen dar. Da die finanzielle Belastung bei einem Annuitätendarlehen zu Beginn geringer ist, eignen sie sich beispielsweise auch deutlich besser für junge Familien oder generell jüngere Menschen, die noch nicht lange arbeiten und folglich meist noch kein hohes Gehalt beziehen. Aber auch Gutverdiener wählen oft ein Annuitätendarlehen, in deren Fall mit einer höheren anfänglichen Tilgung und einer kürzer kalkulierten Laufzeit. 

Ein Tilgungsdarlehen kann sich beispielsweise für Selbstständige, Kleinunternehmer oder andere Personen mit schwankender Einkommenssituation anbieten, sofern sich diese derzeit und auf abschätzbare Zeit auf einem hohen Niveau befindet. Ein Kleinunternehmer mit schwankenden und aktuell eher geringen Einnahmen benötigt hingegen beispielsweise eher ein Darlehen ohne laufende Tilgung. Für Angestellte mit befristeten Arbeitsverträgen kann die Aufnahme eines Tilgungsdarlehens sinnvoll sein, um während der Beschäftigungszeit den größeren Teil der Restschuld zu tilgen. 

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